Burgbrückenlampen




Crowdfunding-Spendenaktion "Burgbrückenlampen"

Mitgliederinformation

Liebe Vereinsmitglieder*Innen , Freunde und Bekannte,

Die herrlichen Burgbrückenlampen stehen nunmehr auf der Burgbrücke und erwecken den Eindruck, sie wären immer dagewesen. Herr Gotthard Voss, natürlich vor allem auch die vielen Spender zeichnen für diesen Erfolg. Erwähnt werden muss aber gleichrangig auch die Stadt Halle. Sie erteilte alle einschlägigen Genehmigungen, übernahm die Montagekosten und übernimmt ab jetzt alle Kosten für den Betrieb und die Wartung der Lampen!

Die erste Lampe ist montiert   Montage einer Lampe   AFU-Zeichnung Lampe

Aber die Lampenrechnung an die Herstellerfirm Robers ist noch nicht vollständig beglichen, die Restzahlung steht an.

Wie kam es zur Entscheidung für das Crowdfunding?

Auf Grund der brisanten politischen und wirtschaftlichen Lage, die sich ab März 2022 abzeichnete, und dann auch eintraf, ging der Vorstand das Risiko ein, den Auftrag zur Herstellung der Lampen im April zu erteilen. Die Kostensumme war zu diesem Zeitpunkt noch nicht vollständig durch Spenden gedeckt! Auch das Geld für die Spendertafeln stand noch nicht bereit.

Daher fiel im Vorstand der Entschluss, über Crowdfunding das benötigte Geld einzuwerben. Die Bekundung der Saalesparkasse, dass das Vorhaben erfolgversprechend sei und wir das Crowdfunding mit ihr als Partner beantragen sollten, bestärkte uns in unserem Entschluss für den Start einer Crowdfunding-Aktion.

Nach langer mühevoller Startphase, ist unsere Crowdfunding- Aktion nun seit 4 Tagen auf der Plattform „99 Funken bei der Saalesparkasse“ freigeschaltet. Das angestrebte Spendenziel sind 7.500 Euro, die mögliche Spendenlaufzeit umfasst 40 Tage. Jede eingezahlte Spende wird durch die Saalesparkasse als Zuwendung sofort verdoppelt. Nur wenn die Endsumme nicht erreicht werden sollte, wäre die Aktion gescheitert. Wir sind aber sehr optimistisch! Bis zum heutigen Tag sind bereits 75% der Spendensumme erreicht!

Die Aktion läuft so:

  • Einklicken auf das Projekt: Saalesparkasse „99 Funken 4 Burgbrückenlampen für Halle“
  • Es erscheint neben anderen Projektbildern auch unser Startbild, die Burgbrücke.
  • Daneben der Button „Jetzt unterstützen“, der gedrückt werden muss, wenn man spenden möchte.
  • Nun wird man durch das Spendenprogramm geleitet, in dem um Benennung der persönlichen Spendenhöhe und persönliche Daten sowie gewünschte Zahlweise gebeten wird.
  • Alsdann ist die Spende angemeldet, Geld wird noch nicht eingezogen. Für die angemeldete Spende gibt es eine ausdruckbare Bestätigung, die noch nicht die Spendenbescheinigung für das Finanzamt ist.
  • Erst nach Erreichen der angestrebten Spendengrenze von 7.500 gespendeten Euro werden die angemeldeten Spenden eingezogen, bzw. sie sind dann zu überweisen.

Liebe Mitglieder, bitte verbreitet diese Mail im Verwandten- und Freundeskreis oder spendet selbst und helft zu einem schnellen Erfolg. Wir sind mit dem Projekt kurz vor der Ziellinie.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Christina Böttcher (Verantwortliche für das Crowdfunding – Projekt)









Wiederherstellung wichtiger Schmuckformen auf der Burgbrücke unterhalb der Moritzburg Konzeption zur Beschaffung und Aufstellung der Burgbrückenlampen.

Kurzbeschreibung der Baugeschichte:

Zu den wichtigen Aufgaben der Denkmalpflege bei Maßnahmen zum Erhalt und dem weiteren Gebrauch eines Denkmals gehört es, darauf zu achten, möglichst viel vom historischen Bestand zu bewahren und neue Ergänzungen, den originalen Details weitestgehend angenähert, einzufügen. Diese allgemeine denkmalpflegerische Zielstellung führte bei den wiederherstellenden Arbeiten an der Burgbrücke unterhalb der Moritzburg in Halle zu erfreulichen Ergebnissen.

Halle

Halle

Halle

Artickel: Auszug MZ vom 5.August 2020 Foto Silva Zöller

Die Brücke wurde gebraucht, als sich die Stadt am Ende des 19. Jahrhunderts, nach dem Abbruch der Stadtbefestigung in nördlicher und südlicher Richtung ausdehnte, um Wohnungen für die zuwandernden Industriearbeiter errichten zu können. Dieser Bauboom war mit der Anlage neuer Verkehrswege verbunden. So entstand auf den die Altstadt bisher umgebenden Wallanlagen eine Ringstraße, die wegen des fehlenden Saaleübergangs im Norden zunächst an der Moritzburg endete. Als gleichzeitig über die Saale hinweg, der Burg gegenüber, ein weiteres geschlossenes Wohngebiet, die so genannte Klaustorvorstadt entstand und zur Verkehrserschließung die Robert-Franz- Straße parallel zur Mühlgrube angelegt wurde, kam es zum Ringschluss. Dazu wurde der nördliche Moritzburggraben für die Straße verbreitert, der Südabhang des Jägerberges durch eine hohe Stützmauer gesichert und mit der neuen Brücke ein weiterer Übergang über die Mühlgrube der Saale geschaffen.

Diese so genannte „Burgbrücke“, mit einer Fahrbahn und beidseitigen Fußwegen, wurde 1898 errichtet. Ihre Unterkonstruktion besteht, bis heute erhalten, aus neun neben einander stehenden genieteten Stahlbindern, die mit einem leichten Gefälle nach Westen den Graben bogenförmig überspannen. Zum besonderen Brückenschmuck gehörten verzierte schmiedeeiserne Geländer, in der Mitte rundbogig mit fünf aufgesetzten Kugeln überhöht. Auf den Geländeranfängern, den Brückenkörper markierenden steinmetzmäßig bearbeiteten Postamenten aus rotem Porphyrstein, sollten reich verzierte Kandelaber stehen, wie sie auf einer Zeichnung in der Bauakte im Stadtarchiv abgebildet sind. Ob diese die Brücke jemals geschmückt haben, konnte bisher nicht bestätigt werden.

Wiederherstellungen:

Die Brücke wurde mehrfach repariert. Die aufwendigste Maßnahme erfolgte 1966, bei der mit dem Verschwinden des geschmiedeten Geländers, der Brücke ihr besonderes Aussehen genommen wurde.

2012 führten die Anforderungen an den Brückenkörper, durch eine seit 1989 zunehmende Verkehrsbelastung und die gestiegenen statisch konstruktiven Erforderungen an ein solches historisches Bauwerk, zum Beginn der Planung einer weitgehenden Sanierung. Ihre dringende Notwenigkeit bestätigten zusätzlich die Folgen des Hochwassers im Sommer 2013. Innerhalb der Gesamtmaßnahme sind die wiederhergestellten Geländer, in ihrer ursprünglichen Gestalt weitgehend angenähert, als sehr erfreuliche Entscheidung besonders zu erwähnen, auch wenn sie nicht wie ursprünglich handwerklich geschmiedet sind. Die neuen Geländer werten auch die vier Postamente zusätzlich auf und machen darüber hinaus eine gestalterische Lücke deutlich, die mit neuen darauf montierten, hochstehenden Lampen, die möglichst der geplanten alten Form entsprechen sollten, wieder geschlossen werden könnte.

Projektvorschlag:

Der Hallesche Verein „Freunde der Bau- und Kunstdenkmale Sachsen-Anhalt e.V.“ hat sich dazu bereiterklärt, diese schöne Aufgabe zu übernehmen. Ein innerhalb dieses Vereins eingerichteter „Förderkreis Burgbrückenlampen“ wird für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig sein, die benötigten Finanzmittel einwerben und die Beschaffung der Lampen organisieren.

Voraussetzungen:

Nach Kontakten zu entsprechenden Firmen und den Fragen zu ihren Möglichkeiten, die von uns gewünschten Lampen herzustellen, konnte sich die Firma ROBERS in Südlohn, unmittelbar an der Niederländischen Grenze mit ihrem Angebotskatalog als die geeignetste überzeugend ausweisen. Sie zeigte sich nach Kenntnisnahme der übersandten historischen Zeichnung zur Übernahme eines entsprechenden Auftrages zur Herstellung der vier Lampen bereit.

Damit der Verein und der Förderkreis wissen was sie erwartet, wurde auf die entsprechende Anfrage als unverbindliche Preisangabe überschläglich pro Lampe bis ca.15.000 € als etwaige Richtsumme angegeben.

Als weiterer Voraussetzung bedarf es für dieses Vorhaben an einem Baudenkmal der denkmalrechtlichen Genehmigung durch die Denkmalbehörde der Stadt Halle. Darin müssten auch die Ergebnisse der Absprachen mit anderen zuständigen Fachbereichen enthalten sein.

Terminvorstellungen:

Es wäre wünschenswert, wenn die denkmalrechtliche Genehmigung von der Stadt Ende Mai vorliegen könnte. Damit bliebe dem Förderkreis ausreichend Zeit, zum Ende des Jahres 2020 das gesteckte Ziel zu erreichen, die benötigte Geldsumme einzusammeln.

Sobald das positive Ergebnis vorliegt, kann der Auftrag zur Herstellung der Lampen auslöst werden, mit der Aussicht der Lieferung und Montage im Jahr 2021. Halle (Saale) am 03.03. / 30.07.2020

Martina Lehman


für den Vorstand
Gotthard Voß



für den Förderkreis